Ab und zu gibt es Tage, da fahre ich ohne grosse Lust. Das Wetter ist schön, beziehungsweise eine ziemlich klare Nacht, kein Regen in Aussicht, keine Termine zu ungelegener Zeit im Geschäft und damit auch keine Ausrede, nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Schlicht: lustlos, wenig Motivation.
In dieser Stimmung fuhr ich denn heute Morgen auch los. Irgendwie war alles mühsam, die Hügel gingen sofürt in die Beine. So trödelte ich dann durch Gebenstorf hindurch. Wenigstens bis zu jenem Moment, da sich von hinten ein Töffchen näherte. Das ist die Chance, nur nicht abreissen lassen. Das Töffchen fuhr schön seine bewilligten 30 km/h. Ich musste nicht mal aus dem Sattel, einfach nur dran bleiben. Das Töffchen hatte aber einen Nachteil: der Fahrer muss wohl farbenblind gewesen sein. Denn alle Rotlichter bis Baden überfuhr er einfach, schamlos.
Nach Baden dann, auf der langen Geraden Richtung Neuenhof, liess ich ihn stehen, mein alter Schwung war wieder da und reichte sogar bis nach ZĂĽrich.
Am Abend konnte ich mich heute etwas frĂĽher verabschieden. Eigentlich wollte ich zum ersten Mal in dieser Saison ĂĽber den Mutschellen, statt immer nur durch das Limmattal hin und her fahren. Doch auch am Abend, war “mental” nichts mehr los. Ich fuhr dann eben doch durch das Limmattal, einmal mehr ĂĽber die Ebene.
Am Abend war es aber nicht ein Töffchen, das mir zum notwendigen Schwung verhalf, sondern der viele Verkehr. Im Windschatten von Linienbussen und Lastwagen, natürlich alles in verantwortlicher Art und Weise und Distanz, kam ich so langsam auf Touren. Vermutlich hatte ich mich bereits zum ersten Mal in dieser Saison zu warm bekleidet. Thermowäsche bei 15 Grad, muss einem ja die Lust an der Fahrerei nehmen.
Dennoch war ich zu Hause einigermassen ĂĽberrascht, doch noch eine Fahrt unter 2:30 h hinbekommen zu haben. Ob da schon bald die nächsten “PB”, “Personal Bests”, neue Rekorde vom Sportstracker ausgewiesen werden?
329 HM | |||
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